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Kabarett-Theater DISTEL

Skandal im Spreebezirk
Lach- und Machtgeschichten zur Lage der Nation
Kabarett-Theater DISTEL, Berlin

Livestream aus dem Marstall, Winsen (Luhe)

Skandal im Spreebezirk… - bitte bleiben Sie ruhig, die Kanzlerin hat doch alles im Griff. Einige sagen sogar, die Kanzlerin regiert mit fester Hand. Und was kommt dabei raus? Mutti hört zwar auf Posterboy Drosten , aber das passt dann Jan Josef Liefers nicht. Zwar bleibt Rügen lange gesperrt, nach Mallorca dürfen aber alle. Und die Schulen schließen bei einer Inzidenz von 165 oder doch bei 80 das aber in Prozent? Auch schon egal, nach einem Jahr Homeschooling vermag das kein Kind mehr nachzurechnen.

Aber was ist mit Wohnungsnot, Neuverschuldung, Wirecard , MeToo-Debatte, Bargeld Aus, Holland Tulpen aus Afrika, dem politisch korrekten Kinderfasching... ? Okay, dafür ist endlich die K-Frage geklärt. Obwohl, also eigentlich hat sich der eiskalte Markus Söder warm geredet und er ist nun „Kanzler der Herzen". Baerbock, Laschet und Scholz dafür nur noch „Kanzlerkandidaten", sorry, „*innen".

Ist Annalena Baerbock neue Kanzlerin, wird alles besser, denn sie hat keine Regierungserfahrung ja, das zeichnet sie aus. Und sie ist Mutter von zwei Kindern das begeistert Eltern und Medien. Ja, und? Laschet hat sogar drei Kinder, aber kein genderbewusster Prenzlauer Berg Papi schwätzt deswegen in die Fernsehkamera: „Endlich ein Vater im Kanzleramt!". Soviel zum Thema Gleichberechtigung da kann's Gendersternchen hageln wie es will.

Die DISTEL reißt sich die Maske vom Gesicht und lässt alle bisher da gewesene Systemkritik als einfache Erkältung erscheinen. ... da kann uns keiner 'was husten. Garantiert nicht skandalfrei.

„Skandal im Spreebezirk“ belebt die Ästhetik des Kabaretts der 1920er Jahre neu und ist somit zugleich 100 Jahre später auch eine Hommage an seine Wurzeln in Berlin. „Die Künstler*innen der 20er Jahre benutzten die Collage; also das Verbinden von etwas, das auf den ersten Blick nicht zusammenpasst, zu einem Gesamtwerk, das stimmig ist, aber Reibungsfläche schafft . Wir haben versucht, diese ursprüngliche Form des Kabaretts neu zu interpretieren“, so die Autoren Robert Schmiedel und Frank Voigtmann. „Damals gab es meist keine fixe Dramaturgie, keine festgelegte Reihenfolge. Aufs Brettl sprang der, der meinte, dass sein Gedicht, sein Couplet, seine Szene gut passen könnte. Unser Programm greift diese direkte Buntheit stilistisch auf.“

Foto: Stefan Gloede